Evangelische Kirchengemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain
Reise nach Jerusalem - Historische Fotografien aus Palästina Vom 9. Oktober bis zum 18. Dezember 2011 zeigen wir im Andreas-Haus historische Fotografien aus  Palästina, aber auch Geräte und Dokumente aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Hintergrundinforma- tionen erläutern die einzelnen Gegenstände und geben Einblick in die westliche Sichtweise auf den Orient. Die Faszination für das Heilige Land ist in der christlichen Tradition schon immer lebendig. Seit der Zeit Kaiser Konstantins (285-337 n.Chr.) strömten die Pilger in das Land, und es begann ein intensiver Kirchen- und Kloster- bau. Schließlich haben Bildungsreisende im 17. und 18. Jahrhundert das Gebiet des biblischen Israel mit in ihre Entdeckungstouren aufgenommen. Mit der Erfindung der Fotografie wurde Jerusalem zu einer der meist fotogra- fierten Städte der Welt und zahlreiche Aufnahmen Ende des 19. Jahrhundert belegen die spirituelle Sehnsucht vieler Besucher für das Land der Bibel. Nur langsam haben sich Fertigkeiten und Leben verändert und so lässt sich durch die alten Fotografien noch ein Hauch des biblischen Lebens erahnen. Die Ausstellung ist jeden Donnerstag von 13 bis 18 Uhr geöffnet, außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung. Aus dem Gemeindekirchenrat Neue Kirche für St. Markus? An der Novembersitzung des Gemeindekirchenrates nahm auch der Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, Dr. Bertold Höcker, teil. Dr. Höcker ermutigte die Gemeinde, den Neubau eines Kirchengebäudes auf dem Gemeindegrundstück in der Marchlewskistraße in Angriff zu nehmen. Er sicherte für ein solches Projekt die geistliche und organisatorische Unter- stützung des Kirchenkreises zu. Finanzielle Mittel könne zwar der Kirchenkreis ebensowenig wie die Landeskirche beisteuern, aber bei der Suche nach Kooperationspartnern und anderen Geldquellen helfen. Entscheidend sei aber, so der Superintendent, dass die Gemeinde “den Glauben hat, dass Gott mir ihr noch Großes vorhat”. Der Gemeindekirchenrat, der dem Super- intendenten für seinen Besuch und seine ermutigenden Worte dankte, will auf seiner Dezem- bersitzung nach Anhörung des Gemeindebeirates über das weitere Vorgehen entscheiden. Gottesdienstbeginn künftig um 10.00 Uhr Der Gemeindekirchenrat hat beschlossen, den Beginn der regulären Sonntagsgottesdienste von 9.30 Uhr auf 10.00 Uhr zu verlegen. Die Verlegung soll insbesondere in der dunklen und kalten Jahreszeit den älteren Gemeinde- mitgliedern den Besuch der Gottesdienste erleichtern, aber auch generell Familien eine günstigere Zeit bieten. Einen Wechsel der Gottesdienstzeiten zwischen Sommer und Winter lehnte der GKR ab. Einführung von Anita Esselbach als Lektorin Im Gottesdienst am 4. Advent (18. Dezember 2011) wird die stellvertretende Vorsitzende unseres Gemeindekirchenrates, Anita Essel- bach, durch den Superintendenten des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, Dr. Bertold Höcker, feierlich mit der Aufgabe einer zur selbst- ständigen Abhaltung von Gottesdiensten berechtigten Lektorin beauftragt werden. Frau Esselbach hat erfolgreich einen Ausbildungs-kurs für Lektorinnen und Lektoren abgeschlossen, den das Amt für kirchliche Dienste regelmäßig anbietet und der zur selbstständigen Leitung von Gottesdiensten unter Verwendung einer Lesepredigt befähigt. Die Ausbildung von Laien zur eigenverantwortlichen Leitung eines Gottesdienstes ist Ausdruck der Tatsache, dass in der evangelischen Kirche die Verkündigung des Evangeliums allen Christinnen und Christen übertragen ist. Frau Esselbach wird am 4. Advent auch die Predigt halten. Krippenspiel am 24. Dezember Wie in jedem Jahr wird es auch diesmal ein Krip- penspiel im Gottesdienst am Heiligen Abend um 15.00 Uhr im Lazarus-Kirchsaal geben. Kinder, die daran teilnehmen möchten, sind herzlich einge- laden, sich im Gemeindebüro zu melden. Einen kleinen Eindruck von dem, was Kinder und Erwach- sene erwartet, vermitteln unser Film vom Krippen- spiel 2009 und die Bilder vom Krippenspiel 2010 (bitte zum Vergrößern klicken). Mauerputzbild "Papergirl" Seit Juni 2011 ziert ein von dem Künstler Alexandre Farto gestaltetes Mauerputzbild die Rückseite des Andreashauses. Es ist seinerzeit als erstes Kunstwerk dieser Art in Berlin entstanden - inzwischen gibt es weitere. Von der Schillingbrücke aus lässt es sich bewundern. Die Wand wurde von Künstlern und auf Kosten der Künstleragentur neu verputzt, um dann dieses Bild heraus arbeiten zu können. Dargestellt wird Papergirl, eine junge türkische Künstlerin, Aisha Ronniger, die auf die Idee kam, Kunstausstellungen mit Fahrradworkshops und Partys zu verbinden und auf diese Weise Exponate junger Künstler in Berlin zu veröffentlichen: Drucke, Fotos, Gemälde, Zeichnungen, Sticker. Nach der Hälfte der Ausstellungszeit werden Kopien dieser Exponate in Form von  Plakatrollen an Menschen in der Stadt verteilt. Die Fahrradkuriere, die sogenannten Papergirls und Paperboys, fragen vom Fahrrad aus Passan-ten, ob sie an Kunst interessiert sind und lassen Ihnen dann kostenlos eine Rolle. Auf diese Weise soll Kunst jedem zugänglich werden und nicht nur einer elitären Gemeinschaft. Anlässlich des 5- jährigen Jubiläums im Jahr 2011 hatte die Ausstellung das erste Mal ein Thema: "Höhepunkt". Mit unserem Mauerputzbild helfen wir der jungen Künstlerszene der Stadt und geben neuen Ideen eine Chance, wahrgenommen zu werden. Zudem ist diese Kunst, alte Gemäuer zu zieren, auch ein besonderer Schmuck für unsere Gemeinde in diesem interkulturellen Leben unserer Stadt.
Aufnahme um 1900 (American Colony) Aufnahme um 1900 (Kunstverlag Bruno Hentschel) Aufnahme um 1900 (American Colony)