Evangelische Kirchengemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain
Kinderbibelwoche im Februar Wie jedes Jahr findet auch in diesem Jahr im Februar wieder die Kinderbibelwoche statt. Unter dem Motto “Vom tiefen, tiefen Brunnen” werden wir uns mit Gleichnissen der Bibel befassen. Wir treffen uns vom 4. bis zum 7. Februar 2013 jeweils von 10.00 bis 15.00 Uhr im Lazarushaus; eine Betreuung ist bereits ab 9.00 Uhr gewährleistet. An diesen Tagen werden wir auch gemeinsam zu Mittag essen. Für weitere Auskünfte können Sie sich an das Gemeindebüro oder an Pastor Dillenardt wenden. Es wird um Anmeldung bis Ende Januar 2013 gebeten! Weltgebetstag 2013 Am 1. März 2013 treffen wir uns um 18.00 Uhr im Andreas-Haus zur Andacht zum Weltgebetstag (WGT) der Frauen. Der Weltgebetstag 2013 steht unter dem Motto “Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen”. Seine Liturgie wurde von Frauen aus Frankreich gestaltet. Lisa Schürmann vom Deutschen WGT-Komitee e.V. schreibt dazu: “Frankreich ist mit seinen mehr als 540.000 km² eines der größten Länder Europas. Seine landschaft- liche Vielfalt reicht von hohen Gebirgsketten und dem Mont Blanc (mit 4.810 m höchster Berg der Alpen) über sanfte Hügellandschaften und Flusstäler von Seine, Loire und Rhône bis zur Küste - sei sie wild wie in der Bretagne oder mondän wie an der Côte d 'Azur. In Frankreich, wo zwischen 50 und 88 % der Bevölkerung römisch-katholisch sind, ist die strikte Trennung zwischen Staat und Religion in der Verfassung verankert. Das Land, dessen Kirche sich einst stolz als "älteste Tochter Roms" pries, gilt seit 1905 als Modell für einen laizistischen Staat. Sehnsüchtig blickt manche Frau aus ande-ren Ländern auf die Französinnen, die dank gut ausgebauter staatlicher Kinderbetreuung scheinbar mühelos Familie und Berufstätigkeit vereinbaren. Dennoch bleiben Frauen in Frankreich, die durchschnittlich 18 % weniger verdienen als die Männer, wirkliche Führungs-posten in Politik und Wirtschaft oft verwehrt. Schwer haben es häufig auch die Zugezogenen, meist aus den ehemaligen Kolonien in Nord- und Westafrika stammend, von denen viele am Rande der Großstädte, in der sog. banlieue, leben. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag 2005 bei 8,1 %. Geschätzte 200.000 bis 400.000 sogenannte Illegale leben in Frankreich. Spätestens seit in Paris zwei Kirchen von "sans-papiers" (Menschen "ohne Papiere") besetzt wurden, ist ihre Situation in der französischen Öffentlichkeit Thema. Was bedeutet es, Vertrautes zu verlassen und plötzlich "fremd" zu sein? Diese Frage stellten sich 12 Französinnen aus 6 christlichen Konfes- sionen. Ihr Gottesdienst zum WGT 2013, über- schrieben mit dem Bibelzitat "Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" (Mt 25,35), fragt: Wie können wir "Fremde" bei uns willkommen heißen? Der WGT 2013 liefert dazu biblische Impulse (Mt 25,31-40; 3. Buch Mose/Lev 19,2;33-37; Offb 21,3-4) und Frauen teilen ihre guten und schwierigen Zuwanderungsgeschichten mit uns. In der Bibel, einem Buch der Migration, ist die Frage der Gastfreundschaft immer auch Glaubensfrage: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt 25, 40) Mutig konfrontiert uns dieser Weltgebetstag so auch mit den gesellschaftlichen Bedingungen in unserer "Festung Europa", in der oft nicht gilt, wozu Jesus Christus aufruft: "Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen". Die weltweiten Gottesdienste am Freitag, den 1. März 2013, können dazu ein Gegengewicht sein: Die WGT-Bewegung ist solidarisch und heißt jede und jeden willkommen! Ein spürbares Zeichen dafür wird auch mit der Kollekte gesetzt, die Frauen- und Mädchen-projekte auf der ganzen Welt unterstützt. In Frankreich und Deutschland werden so Projekte für Frauen mit "Migrationshintergrund" gefördert, z.B. Flüchtlinge und Asylbewerberinnen.”  Weitere Informationen zum Weltgebetstag gibt es auf www.weltgebetstag.de.