Evangelische Kirchengemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain
Kinderabendmahl: Ja oder Nein? - Gemeindeversammlung am 25. Januar 2015 Auf Beschluss des Gemeindekirchenrats wurde auf einer Gemeindeversammlung am 25. Januar 2015 die Frage diskutiert, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen künftig auch Kinder schon vor ihrer Konfirmation zum Abend-mahl zugelassen werden sollen. In der Diskussion standen sich aus unterschiedlichen Traditionen begründete Positio-nen gegenüber, die von den Teilnehmern an der Versamm-lung engagiert vertreten wurden. Nach intensiver Erörterung empfahl die Gemeindeversammlung dem GKR mit knapper Mehrheit, Kinder zum Abendmahl zuzulassen. Vorgaben zur näheren Ausgestaltung wurden nicht besprochen. Pfarrer Simang stellte außerdem die Frage der Häufigkeit von Abendmahlsgottesdiensten zur Debatte. Er wies darauf hin, dass die Gemeindekirchenräte von St. Andreas und Lazarus vor der Fusion beider Gemeinden zur St. Markus-Gemeinde jeweils beschlossen hatten, dass einmal im Monat ein Abendmahlsgottesdienst stattfinden soll. Nach der Fusion sei dies in der Weise fortgesetzt worden, dass an beiden Gottesdienststätten je einmal im Monat Abendmahl gehalten wurde. Er regte an, entspre-chend den früheren Beschlüssen nur noch einmal im Monat einen Abendmahlgottesdienst - abwechselnd zwischen den Kirchsälen - anzubieten. In der Diskussion hielten sich die Befürworter einer solchen Reduktion und die Vertreter der jetzigen Lösung weitgehend die Waage. Einzelne Teilnehmer schlugen vor, möglichst in jedem Gottesdienst das Abendmahl zu feiern. Kinderbibelwoche im Februar: Geschichten aus der Jurte Zusammen mit Kinder brauchen Matsch laden wir im Februar zu einem märchenhaften Ferienangebot ein. An einem stimmungsvollen Ort können Kinder und ihre Eltern und Großeltern in ein einzigartiges Vorleseabenteuer eintauchen. Im Schnee (nicht garantiert) steht eine schwarze Jurte (garantiert), in deren Mitte ein wärmendes Feuer lodert. Gemeinsam wird Geschichten aus aller Welt gelauscht. Vom 2. bis 6. Februar findet von 10 bis 16 Uhr ein durchgängiges Programm statt. Kinder können für die ganze Woche angemeldet werden. Sie können die Jurte mit aufbauen, eigene Musikinstrumente basteln und sich mit dem Leben nomadischer Völker beschäftigen. Während all dessen köchelt zur Mittagszeit das gemeinsame Mahl über dem offenen Feuer. Wer bei all der aufregenden Gemütlichkeit etwas Bewegung sucht, geht ins Freie und spaltet neues Holz fürs Feuer oder duelliert sich im gekonnten Schneeball-werfen. Am Ende geht jedes Kind mit einem Wappen nach Hause. Programm an allen Tagen der Woche: 10 Uhr   Bilderbuchkino 11 Uhr   Kreativangebot: Musikinstrumentebau 12 Uhr   Mittagessen: über´m Feuer mit euch gekocht 13 Uhr   Spiel- und Bewegungsangebot 14 Uhr   Hörspiel 15 Uhr   Eltern lesen vor Besonderes: 2. Februar  10-13 Uhr Mitmachen beim Jurtenaufbau 4. Februar  10 Uhr Lesung des Kinderbuchautors Christian Seltmann 7. Februar  12-17 Uhr  Väter lesen vor 8. Februar  10 Uhr Kindergottesdienst in der Jurte Anmeldung und weitere Information bei Charles Sebastian Böhm: Tel.: 0151 / 40144085, E-Mail: info@kinder-brauchen-matsch.de. Begreift ihr meine Liebe? Weltgebetstag von den Bahamas am 6. März 2015 Große Vielfalt auf kleinem Raum: so könnte ein Motto der Bahamas lauten. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind. Seine rund 372.000 Bewohnerinnen und Bewohner sind zu 85% Nachfahren der ehemals aus Afrika versklavten Menschen, 12% haben europäische und 3% lateinamerikanische oder asiatische Wurzeln. Ein leben-diger christlicher Alltag prägt die Bahamas. Über 90 Prozent gehö-ren einer Kirche an (anglikanisch, baptistisch, römisch-katholisch etc.). Dieser konfessionelle Reichtum fließt auch in den Gottes-dienst zum Weltgebetstag 2015 ein, der von Frauen der Bahamas kommt. Auf der ganzen Welt wird ihre Liturgie am Freitag, dem 6. März 2015, gefeiert - bei uns mit einer Andacht um 18.00 Uhr im Andreas-Kirchsaal, zu der wie in den letzten Jahren auch diesmal wieder unsere katholische Nachbargemeinde eingeladen ist. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, noch zu Informationen über die Bahamas und Gesprächen bei einem typischen Essen zusammen zu bleiben. Traumstrände, Korallenriffe und glasklares Wasser machen die Bahamas zu einem Sehnsuchtsziel für Tauchbegeisterte und Sonnenhungrige. Typisch für den Inselstaat sind aber auch sein Karneval (Junkanoo) mit farbenprächtigen Umzügen und viel Musik, kulinarische Leckereien aus Meeresfrüchten und Fisch und vor allem seine freundlichen Menschen. Die Bahamas sind das reichste karibische Land und gehören zu den hochentwickelten Ländern weltweit. In der sozialen Entwicklung und bei der Gleich- stellung von Frauen und Männern schneiden sie im internatio- nalen Vergleich recht gut ab. Auf den Bahamas sind so z.B. sehr viel mehr Frauen in den mittleren und höheren Führungsetagen zu finden als in Deutschland. Aber es gibt auch Schattenseiten im karibischen Paradies: Die Bahamas sind extrem abhängig vom Ausland (besonders vom Nachbarn USA) und erwirtschaften über 90% ihres Bruttoinlands- produkts im Tourismus und in der Finanzindustrie. Der Staat ist zunehmend verschuldet; zweifelhafte Berühmtheit erlangte er als Umschlagplatz für Drogen und Standort für illegale Finanz- Transaktionen. Auch der zunehmende Rassismus gegen haitia- nische Flüchtlinge sowie Übergriffe gegen sexuelle Minderheiten kennzeichnen die Kehrseite der Sonneninseln. Rund 10% der Bevölkerung sind arm, es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und gut Ausgebildete wandern ins Ausland ab. Erschreckend hoch sind die Zahlen zu häuslicher und sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder. Die Bahamas haben eine der weltweit höchsten Vergewalti- gungsraten. In kaum einem anderen Land der Welt haben Teenager so früh Sex; jede vierte Mutter auf den Bahamas ist jünger als 18 Jahre. Sonnen- und Schattenseiten ihrer Heimat – beides greifen die Weltgebetstagsfrauen in ihrem Gottesdienst auf. Sie danken darin Gott für ihre atemberaubend schönen Inseln und für die menschliche Wärme der bahamaischen Bevölkerung. Gleichzeit wissen sie darum, wie wichtig es ist, dieses liebevolle Geschenk Gottes engagiert zu bewahren. In der Lesung aus dem Johannesevangelium (13,1-17), in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht, wird für die Frauen der Bahamas Gottes Liebe erfahrbar. Gerade in einem Alltag in Armut und Gewalt braucht es die tatkräftige Nächstenliebe von jeder und jedem Einzelnen, braucht es Menschen, die in den Spuren Jesu Christi wandeln! Der Weltgebetstag 2015 ermuntert uns dazu, Kirche immer wieder neu als lebendige und fürsorgende Gemeinschaft zu (er)leben. Ein spürbares Zeichen dieser weltweiten solidarischen Gemeinschaft wird beim Weltgebetstag auch mit der Kollekte gesetzt. Sie unterstützt Frauen- und Mädchenprojekte auf der ganzen Welt; darunter ist auch die Arbeit des Frauenrechtszentrums „Bahamas Crisis Center“ (BCC). Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit des Weltgebetstags mit dem BCC steht eine Medienkampagne zur Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Mädchen. Im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015 erleben wir, was Gottes Liebe für uns und unsere Gemeinschaft bedeutet – sei es weltweit oder vor unserer Haustür!