Evangelische Kirchengemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain
Angebote für Kinder Wenn Kinder nach einer Reise müde und dreckig in die Arme ihrer Eltern fallen und begeistert davon berichten, was sie erlebt und vollbracht haben, wissen die Initiatoren der Aktion "Kinder brauchen Matsch", dass sie gute Arbeit geleistet haben. Es ist ihnen gelungen, ihre Begeisterung und Wertschätzung für die Vielfalt der Schöpfung und des menschlichen Miteinanders weiterzugeben. „Kinder brauchen Matsch“ bietet inklusive Freizeitfahrten mit erlebnispädagogischem Ansatz. Im Mittelpunkt steht das vorurteilsfreie Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Ihr Wirken folgt der Idee, dass jedes Kind das Recht auf Abenteuer und selbstbestimmtes Lernen hat. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielfältiges Angebot für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren mit und ohne Beeinträchtigung. Wenn Sie mehr wissen wollen, schauen Sie auf der Website der Aktion nach, auf der Sie auch weitere Informationen zu den nachfolgenden Angeboten und den Anmelderegelungen finden, oder schauen Sie auf die Flyer zu Fahrten und Vater-Kind-Camps im Jahr 2017. Unter dem Titel “Aus der Glut geboren” gibt es am 11. Februar 2017 von 12 bis17 Uhr im Lazarus-Haus ein Vater-Kind-Schmieden. Es wird ein Feuer entfacht, das heiß genug ist, um Eisen zum Schmelzen zu bringen. Vom Schmied Werner Mohrmann-Dressel angeleitet erleben Väter und ihre Kinder die alte Kunst des Schmiedens. Er erklärt, wie Eisen richtig erwärmt und am Amboss mit verschiedenen Hilfsmitteln in Form gebracht wird. Die so gelernten Fertigkeiten werden dann gleich angewendet, um eigenständig Gebrauchs- oder Kunstgegenstände anzufertigen. Schnell weicht die anfängliche Scheu vor dem heißen Eisen der Begeisterung für das Selbermachen. Ein wirklich einmaliges Erlebnis, für das keine Vorkenntnisse benötigt werden. Anmeldungen werden erbeten bis zum 4. Februar unter info@vater-kind.org. Dieses Angebot ist kostenfrei, Spenden werden gern entgegengenommen. “Survival für Großstädter” - unter diesem Motto findet am 18. März 2017 von 12 bis 17 Uhr im Lazarus-Haus eine Wildnisschulung für Vater und deren Kinder statt. Wer raus in die Wildnis geht, der sollte gewappnet sein. Das eigene Messer zum Schnitzen oder Pilze sammeln sowie einen eigenen Feuerbogen können Väter mit ihren Kindern bei der Aktion „Männerjob“ anfertigen. Dazu wird praktisches Wildniswissen vermittelt: Einmal Feuer machen wie unsere Vorfahren, Alles rund um die Outdoorküche. Immer wieder stellt sich die Frage: Was sollte man auf jeden Fall dabei haben und was gibt die Natur her? Bis zum 3. März anmelden unter info@kinder-brauchen-matsch.de. Kinderbibelwoche Die Kinderbibelwoche vom 30. Januar bis zum 20. Februar 2017 stand unter dem Motto “JONA”. In der Jurte, wie im dunklen Bauch des Fisches, konnte man durch das Maul nach draußen sehen. Und da zog die Geschichte von Jona als Schattenspiel vorüber. Die haben wir natürlich gemeinsam vorbereitet und darüber nachgedacht, ob Mitleid und Barm- herzigkeit gerecht sind. Wie war das noch mit der Stadt Ninive  und dem verdorrten Strauch...?   Ein Glockenturm für St. Markus Das Projekt eines Glockenturms für das Lazarushaus schreitet weiter voran. Am 7. Oktober 2016 wählte die Jury aus den von vier namhaften Architekturbüros vorgelegten Entwürfen den Sieger aus. Einstimmig entschied sie sich für den Vorschlag des Architekturbüros Wieland Vajen, der durch eine gut gelöste städtebauliche Einbindung überzeugte - korrespondierend mit der Besonderheit des Lazarus-Hauses. Anklang fand auch der Entwurf von Guido Schwark aus dem Büro Wieworra Hopp Schwark Architekten. Für weniger überzeugend erachtete die Jury die Vorschläge der Architekturbüro Günther GmbH und der Architekten Gruber+Popp. Nachdem alle Entwürfe vom 9. bis zum 14. Oktober 2016 im Lazarushaus ausgestellt worden waren, hat der Gemeindekirchenrat auf seiner Sitzung am 18. Oktober 2016 den Wettbewerbssieger mit der Ausführung seines Entwurfs beauftragt. In seiner Sitzung am 10. Januar 2017 hat der Gemeindekirchenrat entschieden, welche Bibelverse auf den drei Glocken stehen sollen: Ehre sei Gott in der Höhe (Lukas 2,14) Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen (Psalm 145,21) Ich bin das A und das O (Offenbarung 21,6) Mit dem Guss der Glocken soll die Kunstgießerei Lauchhammer beauftragt werden. Die Gemeinde sieht in dem Glockenturm einen wichtigen Beitrag, für hoffentlich viele Jahrzehnte die Wahrnehmung des Lazarus-Hauses als kirchlichen Ort zu stärken. Ziel ist es, dass Turm und Glocken zum Reformationsjubiläum 2017 eingeweiht werden können. Die Kosten für das aus drei Bronzeglocken bestehende Geläut werden ca. 20.000 Euro betragen. Herzlich bitten wir darum, sich mit Spenden an der Finanzierung zu beteiligen. Es ist ein großes Werk, aber zusammen können wir es schaffen, und viele kleine Beträge bilden zusammen doch eine bedeutende Summe. Bitte spenden Sie mit dem Verwendungszweck „Glocken“ auf folgendes Konto, und vergessen Sie nicht, Namen und Adresse anzugeben: Kontoinhaber: KVA Berlin Mitte-Nord   IBAN: DE79 5206 0410 7303 9955 69 Alle Spender werden zu einer Feier anlässlich der Einweihung des Glockenturms eingeladen. Weltgebetstag 2017 Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Andacht zum Weltgebets- tag geben, der am 3. März 2017 stattfindet. Wir treffen uns um 18 Uhr im Andreas-Kirchsaal. Zum diesjährigen Weltgebetstag schreibt das deutsche WGT-Komitee: „Was ist denn fair?“ Direkt und unvermittelt trifft uns diese Frage der Frauen von den Philippinen. Sie lädt uns ein zum Weltgebetstag 2017 – und zum Nachdenken über Gerechtigkeit. In einem alters- und konfessionsgemischten Team haben über 20 Christinnen den Gottesdienst dafür erarbeitet. Diese Gebete, Lieder und Texte werden am 3. März 2017 rund um den Globus wandern. Dann dreht sich in Gemeinden in über 100 Ländern der Erde alles um den Inselstaat in Südostasien. Die 7.107 Inseln der Philippinen liegen im Pazifischen Ozean. Ihre tropischen Urwälder und bizarren Korallenriffe beherbergen arten- reiche Ökosysteme. Tauchreviere und weite Sandstrände begeis- tern jedes Jahr Millionen Urlauber. Die Folgen des Klimawandels treffen die Philippinen aufgrund ihrer geographischen Lage beson- ders hart: Mit Taifunen, Vulkanausbrüchen und Erdbeben gehören sie zu den Ländern, die am stärksten von Naturkatastrophen betroffen sind.  Die gesamte Inselgruppe zeichnet sich durch eine Vielfalt an Völkern, Kulturen und Sprachen aus. Trotz ihres Reichtums an natürlichen Ressourcen und Bodenschätzen prägt eine krasse soziale Ungleichheit die Philippinen. Die meisten der rund 100 Millionen Einwohner profitieren nicht vom wirtschaftlichen Wachs- tum. Auf dem Land haben wenige Großgrundbesitzer das Sagen, während die Masse der Kleinbauern kein eigenes Land besitzt. Die Wurzeln dieser Ungleichheit gehen zurück bis in die 330jährige spanische Kolonialzeit. Wer sich heute für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die Rechte der indigenen Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich. Auf der Suche nach Perspektiven zieht es viele Filipinas und Filipinos in die 17-Millionen-Metropolregion Manila. Rund 1,6 Millionen wandern Jahr für Jahr ins Ausland ab und schuften als Hausangestellte, Krankenpfleger oder Schiffspersonal in Saudi-Arabien, den USA, Europa, Hongkong oder Singapur. Ihre Überweisungen sichern den Familien das Überleben, doch viele der Frauen zahlen einen hohen Preis: ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, körperliche und sexuelle Gewalt. Die Philippinen sind das bevölkerungsreichste christliche Land Asiens, über 80 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Glaube und Spiritualität prägen die philippinische Kultur. Rosenkränze und Marienfiguren schmücken Wohnungen und Autos. War die römisch- katholische Kirche zu Kolonialzeiten eng mit den Mächtigen verbunden, so setzen sich viele Priester und Ordensfrauen heute für die Armen und Entrechteten ein. Auch Vertreter der protestantischen Kirchen sind stark gesellschaftlich engagiert. Neben einer buddhis- tischen Minderheit, sind rund 5 Prozent der Bevölkerung muslimisch. Der Großteil von ihnen lebt von jeher im südlichen Mindanao. Mit Merlyn, Celia und Editha kommen beim Weltgebetstag 2017 drei fiktive Frauen zu Wort, deren Geschichten auf wahren Fakten beruhen. Sie laden uns ein, unseren eigenen Kreis zu öffnen. Im Reformationsjahr 2017 kann das heißen, dass wir andere nach ihren Geschichten fragen: zum Beispiel Frauen aus christlichen Glaubensgemeinschaften, die noch nie beim Weltgebetstag mitgemacht haben, oder geflüchtete Menschen in unserer Nachbarschaft. Wenn wir diesen bisher ungehörten Geschichten von den Philippinen und von Nebenan Raum geben, dann wird unsere Welt ein bisschen bunter, so wie im diesjährigen Titelbild von Rowena Apol Laxamana-Sta.Rosa. Wir werden uns zugleich die Frage stellen, die unsere philippinischen Schwestern uns zumuten: „Was ist denn fair?“ Die Verfasserinnen setzen die Geschichten von Merlyn, Celia und Editha in Kontrast zum biblischen Gleichnis der Arbeiter im Weinberg (Mt 20, 1-16). Als Gegenmodell zur profit-orientierten Konsum- gesellschaft sehen sie auch die indigene Tradition des Dagyaw oder Bayanihan: Alle arbeiten gemeinsam und teilen die Ernte. Der Weltgebetstag der philippinischen Christinnen ermutigt zum Einsatz für eine gerechte Welt. Ein Zeichen dafür sind die Kollekten der Gottesdienste in Deutschland, die Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unterstützen. Darunter sind acht Partnerorganisationen auf den Philippinen, die sich u.a. für politische und gesellschaftliche Beteiligung sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder engagieren. Wir laden Sie ein, mit uns in Andacht und anschließendem Beisammensein mehr über das Land und den Alltag der Frauen zu erfahren. Sprengelname beschlossen Nachdem der Gemeindekirchenrat in seiner Sitzung am 10. Januar 2017 für den geplanten gemeinsamen Sprengel mit unserer Nachbargemeinde Boxhagen-Stralau den Namen St. Markus-Stralau beschlossen hatte (s. hier), haben die Ältesten von Boxhagen-Stralau entschieden, dass sich neben Stralau mit seiner alten Dorfkirche auch Boxhagen als heutiges Zentrum der Gemeinde im Sprengelnamen widerspiegeln sollte. Diesem Wunsch hat sich unser Gemeindekirchenrat auf seiner Sitzung am 14. Februar 2017 angeschlossen und in Übereinstimmung mit der Nachbargemeinde den Namen “St. Markus-Boxhagen-Stralau” beschlossen.
Gewonnen hat das Architekturbüro Wieland Vajen