Evangelische Kirchengemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain
Neues Angebot: Werkstatt Gestaltung Lassen Sie sich einladen zu einer besonderen  Erfahrung. Einmal im Monat spüren wir unter Anleitung der Künstlerin Annerose Scheel, die seit einiger Zeit regelmäßig im Lazarus-Haus ausstellt, verborgenen Seiten in uns nach, indem wir selbst künstlerisch tätig werden. Die Termine sind jeweils am Mittwoch von 10 bis 11 Uhr im Lazarus-Haus. Die genauen Termine finden Sie hier. Die Reihe begann mit Meditativem Malen. Hierzu schrieb Annerose Scheel: „Unschuldig liegt das Blatt Papier vor dir auf dem Tisch. Stehe auf und nimm in jede Hand einen Stift. Noch sind deine Gedanken ungeordnet. All das, was dich in deinem täglichen Leben bewegt, dir gut tut, dir Kraft nimmt, dir Kraft gibt, was dich erschreckt, dich rat- und hilflos macht, was dir die Luft zum Atmen nimmt, dich unglücklich macht, dich glücklich macht, kannst du in eine Form bringen. Dafür braucht es nur deine Entscheidung, ein paar Blätter Papier – egal in welcher Größe und in welchem Format  –  und ein paar Stifte. Mach die Augen zu und fange an, mit den Stiften in deinen Händen Linien auf Dein Blatt zu zeichnen. Es ist jetzt völlig unwichtig, was auf deinem Blatt entsteht. Zunächst spürst du die wunderbare, heilsame Kraft des Meditativen Malens. Öffne deine Augen und schau dir an, welch verschlungene Linien auf deinem Blatt zu sehen sind. Du hast sie nicht geplant, du konntest nicht einmal sehen, was du auf deinem Blatt gezeichnet hast. Denn du hattest die Augen geschlossen. Nur deine Hände haben sich bewegt, während dein Kopf langsam leerer wurde. Ein großartiges Erlebnis – wenn du keine Angst davor hast, nichts „Tolles“ zu tun. Das, was du tust, hat nicht den Anspruch, „toll“ zu sein. Es ist etwas viel Größeres, Schöneres – es tut deiner Seele gut. Du kannst freier atmen. Dein Kopf ist jetzt nicht mehr so schwer, weil viel Überflüssiges nicht mehr da ist. Er füllt sich mit neuen Gedanken, mit neuen Ideen, mit neuem Mut für Veränderungen. Deine Hände, die die Stifte zunächst unsicher führten, werden lockerer und freier. Deine Linien werden großzügiger, weil sie nicht mehr von Ängstlichkeit geführt sind. Langsam breitet sich eine tiefe Ruhe in dir aus. Ein Zustand der Schwerelosigkeit füllt dich aus. Genieße ihn mit all deinen Sinnen.“